Montag, 17.06.2019 21:11 Uhr

Interview mit dem hollistischen Gesundheitscoach Jasmi Due

Verantwortlicher Autor: Hermann Donnik Köln, 05.05.2019, 19:03 Uhr
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Jasmin Due im Sommergarten in Köln
Jasmin Due im Sommergarten in Köln  Bild: Hermann Donnik (C) 2019 VG BILD KUNST

Köln [ENA] Eine Exclusiv Reportage in drei Teilen. Teil 1: Jasmin Duè ist ein hollistischer Gesundheitscoach,kommt aus dem Rheinland,lebt aber zur Zeit auf Gran Canaria und hat am 17.04.einen gut besuchten Vortrag mit dem Titel „Prävention kommt vor der Heilung“ im Kölner Studio Dumont gehalten.

Das Puklikum und meine Anwesenheit, waren sehr begeistert über den Vortrag, 90 Minuten voller Gedanken, über die Gesundheit und was mache ich eigentlich mit meinem Körper und meiner Gesundheit. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Leute sind von Jasmin Duè komplett eingenommen worden. Heute treffe ich Jasmin bei sonnigen 25°C im Garten ihrer Kölner Wohnung in ganz entspannter und familiärer Atmosphäre. Jasmin, Danke dass du dir heute Zeit genommen hast, um mit mir dieses Interview zu führen. Ich möchte heute gerne etwas mehr über dich erfahren und dich unseren Lesern vorstellen. Du bist eine holistische Gesundheitsberaterin und Ernährungscoach. Was ist das, wie bist du dazu gekommen, warum geht man diesen Weg?

Jasmin Due: Hallo! Ja, das erzähle ich dir gerne! Tatsächlich gehört dazu eine Geschichte, wie so oft wenn man etwas aus Leidenschaft macht. Diese Geschichte beginnt schon in meiner Kindheit bei meinem kranken Bruder, der schon als Säugling an Neurodermitis erkrankte. Meine Mutter hat sich auf einen alternativen Weg begeben und wollte nicht, wie von der Schulmedizin empfohlen, das übliche Cortison anwenden und hat mit Monodiäten begonnen das Hautbild meines Bruders zu verbessern. Ich habe also schon in früher Kindheit erfahren, was Ernährung wirklich für einen Menschen bedeutet und wie wichtig eine gesunde und nahrhafte Ernährung ist! Das heißt nicht, dass ich keine Fehler gemacht habe- auch ich musste meine eigenen Erfahrungen machen.

Ich habe mich als Teenager und junger Erwachsener durch Beziehungen und das Leben von diesem Weg abbringen lassen, denn die Menschen sind mir begegnet und haben mich als komisch empfunden- als eine Frau die nicht Kochen kann und die nichts Gescheites auf den Tisch kriegt. Da habe ich selber die schlimmsten Fehler überhaupt gemacht. Ich habe mich beeinflussen lassen und nur noch Cola Light und Red Bull und kein Wasser mehr getrunken, habe mich nur noch von Fertigprodukten ernährt und bin dadurch krank geworden. Ich hatte unter anderen sehr schlimmen Haarausfall. Ich habe jahrelang versucht dagegen anzukämpfen und habe mich an einen Endokrinologen gewandt, also einen Schulmediziner.

Es war klar, dass in meinem Hormonhaushalt etwas nicht stimmt und der Mediziner sollte herausfinden, was hier verkehrt läuft und was ursächlich für meine Beschwerden war. Sein Lösungsvorschlag hieß dann wieder nur andere Hormone zu nehmen, aber das wollte ich nicht! Ich habe mich dann intensiv mit mir und meinen Beschwerden auseinander gesetzt und habe durch viel Lernen, Recherchearbeit und dem Auseinandersetzen mit dem eigenen Körper gelernt, dass mein Thema eine Übersäuerung ist! Ich war körperlich total übersäuert und habe mich tatsächlich auch tief in dieses Thema eingearbeitet und eine Lösung für mein eigenes Dilemma gefunden, um mich aus dieser Übersäuerung wieder herauszuarbeiten.

Ich habe mich dann kontinuierlich weiter entwickelt und gelernt und auch einen naturheilkundliche Ausbildung genossen. Ich bin eine Inkaschamanin, also eine Naturheilerin, eine zehntausend Jahre alte Methode, um naturheilkundlich zu wirken. Ich habe viele Heilpflanzen kennengelernt, aber auch die Heilrituale der klassischen Inkas und konnte damit beginnen auf allen Ebenen, also holistisch, zu arbeiten. Ich habe später in der Knappschaftsklinik mit Krebspatienten gearbeitet und in Apotheken zum Thema Entgiftung und alternative Produkte beraten und Workshops veranstaltet.

Ich durfte auch auf dem schulmedizinischen Sektor viele Erfahrungen sammeln und lernen wie Medikamente wirken und was dies mit uns macht. Wie lange bist du denn schon als holistische Ernährungsberaterin aktiv? Jasmin Due: Ausgelernt hat man nie, also betrachte ich auch die Lernphase schon als aktive Phase. Aber letztendlich biete ich meine ganzheitlichen Beratungen seit circa 5 Jahren an.Du bist Veganerin und natürlich ist bekannt, dass veganes Leben gesund ist, aber viele Menschen haben Vorbehalte und glauben, dass viele Vitamine dann durch die vegane Ernährung dem Körper fehlen könnten.

Jasmin Due: Das muss differenziert betrachtet werden. Viele propagierte Meinungen sind einfach falsch und es kommt natürlich maßgeblich darauf an, wie sich ein Veganer ernährt. Ich bevorzuge auch nicht den Begriff der veganen Ernährung sondern nenne es eine hundertprozent pflanzliche Ernährung. Das Wort „vegan“ triggert viele Menschen negativ an und ist oft im Kopf falsch besetzt.Pflanzliche Ernährung liefert alle Bestandteile und Inhaltsstoffe, die wir Menschen benötigen. Oft wird behauptet, dass zum Beispiel das Vitamin B12 nur durch tierische Produkte geliefert wird. Das ist aber nicht wahr: Wer liefert uns den das B12? Beispielsweise stellt uns das Fleisch einer Kuh das Vitamin zur Verfügung.

B12 wird aber auch auf verschiedene Arten in der Natur gebildet und findet sich auch auf Wildpflanzen wieder. Werden die Wildpflanzen nicht extrem gewaschen, können wir das Vitamin auch darüber aufnehmen. Ist unser Darm gesund und besitzt die Fähigkeiten, das Vitamin aufzunehmen, versorgen wir unseren Körper so ideal- dies gilt aber für beide, den Veganer sowie den Fleischesser. Es wird oft behauptet, dass vegane Ernährung während einer Schwangerschaft schädlich ist und nicht genügend Nährstoffe liefert. Jasmin Due: Wenn sich eine Veganer nur von Brot und Pommes ernährt, dann ist das sicher so. Aber dann ist das auch bei jedem anderen so, der sich nur von industriellen Produkten ernährt.

Vegane oder pflanzliche Ernährung ist nicht gleichbedeutend mit gesunder Ernährung. Auch viele pflanzliche Produkte werden industriell hergestellt und haben ihre Nährwerte verloren. Daher bin ich auch keine klassische Veganerin, sondern bezeichne mich als vegane Rohköstlerin. Ich esse mindestens 80% rohköstlich, zeitweise und wenn möglich sogar 100%. In der Rohkost alles was die Natur uns liefert auch zu einhundert Prozent vorhanden und für den Körper auch verfügbar. Wir finden dort Calcium, Magnesium und alle anderen Vitamine und Mineralien. Alles ist in roher Form verfügbar und dadurch auch für den Körper zu 100% absorptionsfähig, wesentlich besser als künstlich hergestellte Vitamine und Nährstoffe.

Ich muss sagen, dass ich schon einige Vorträge zum Thema Ernährung erleben durfte und bin mir sicher, dass du einen total anderen Ansatz verfolgst und zu den Menschen bringst. Diesen Ansatz würde ich gerne noch besser verstehen lernen. Was ist typisch für eine holistische Gesundheitsberatung? Jasmin Due: Holistik ist recht einfach zu erklären: In der Holistik versucht man immer das große Ganze zu sehen und dies in einen neuen Kontext zu setzen. Ich betrachte also, als holistische Gesundheitsberaterin meine Kunden auf körperlicher, geistiger und physischer Ebene. Entscheidend ist, dass wir viel mehr sind, als nur eine Körpermaschine. Die Seele wird aber ganz oft in der Medizin vergessen.

Ich versuche einen Menschen, der mit mir arbeiten möchte, in der Tiefe kennen zu lernen und vielleicht zu erkennen ob und wenn ja wo eine seelische Blockade vorhanden ist. Dies lehrt uns die Naturheilkunde der Inka-Schamanen, denn dort sagt man: Zuerst wird die Seele krank, dann erkrankt der Körper! Ich versuche von der seelischen Ebene zur körperlichen Gesundheit zugelangen. Umgekehrt funktioniert das auch. Ich kann auch versuchen, über körperliche Gesundheit eine erkrankte Seele zu heilen. Man muss immer schauen, wo der Ansatzpunkt ist. Ich betrachte den Menschen völlig wertfrei und nehme ihn so an, wie er ist- mit all seinen positiven wie auch negativen Seiten und es ist gut so, wie es ist.

Darin liegt ein Schlüssel in der Holistik, sie wertet nämlich nicht. Inzwischen sehen auch Ärzte die positiven Aspekte dieser Herangehensweise und praktizieren dies auch. Aber ein klassischer Schulmediziner, ein Allgemeinmediziner, hat dafür aber oft gar keine Zeit, denn er muss einen Kassenpatienten in 10 Minuten behandeln. Womit befasst du dich als holistische Gesundheitsberaterin und worin siehst du deine Aufgaben? JD: Zusammenfassend erklärt beschäftige ich mich mit Ernährung und mit psychischen Themen und betrachte den Menschen ganzheitlich, löse eventuell vorhandene innere Blockaden und helfe ihn seinen Weg zu finden. Auch spirituelle Entwicklung kann, muss aber nicht, ein Thema sein.

Für wen ist eine ganzheitliche Gesundheitsberatung hilfreich? JD: Wenn jemand total glücklich und zufrieden ist, muss man ja gar nicht verändern. Dann ist ja alles gut so. Wenn aber Menschen fühlen, dass sie an Grenzen stoßen und keine Wege für die Lösung vorhandener Probleme finden, kommen sie vielleicht zu mir. Meist bin ich auch nicht die erste, sondern eher die letzte Anlaufstelle für diese Menschen, da sie vorher andere Wege ausprobiert haben, aber keine Lösungen gefunden haben. Wenn du fühlst, dass du in einer Sackgasse steckst, kann die Holistik helfen, dass Puzzle wieder richtig zusammen zu fügen.

Jasmin, vielen vielen Dank für deine Zeit und dieses Interview, der erste Teil der Reportage über dich und deine Arbeit. In Kürze können sich unsere Leser über den Zweiten Teil sehr erfreuen. Auf deiner Webseite www.jasmindue.de kann man dich noch besser kennen lernen und mehr über deine Lebensweise und dein Angebot erfahren. Ausserdem bist du über hallo@jasmindue.de direkt erreichbar. Ich freue mich schon sehr, dich im am 22.05.19 in Köln wieder zu treffen, danke und bis bald!

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